Buschwindröschen

Anemone nemorosa

Das Buschwindröschen ist eine 10-25 cm große Staude mit weißen, sternförmigen Blüten. Normalerweise entwickelt das Buschwindröschen nur eine Blüte (selten zwei) pro Pflanzenexemplar. Die Unterseite der Blütenblätter ist oft rötlich-purpurn überlaufen. Die Blätter der Pflanze sind handförmig und stehen zu dritt an den Stängeln. Als Speicher- und Überdauerungsorgan dient ein unterirdischer, etwa 30 Zentimeter langer, kriechender Wurzelstock, das sogenannte Rhizom.

Wo lebt das Buschwindröschen?

Das Verbreitungsgebiet des Buschwindröschens umfasst vor allem das westliche und mittlere Europa. Aber auch in Teilen Asiens ist es von der Ebene bis ins Gebirge verbreitet. In Deutschland ist es fast überall zu finden. Nur auf Schwemmland an der Küste und ähnlich waldfreien Landschaften kommt es in Deutschland nicht vor.

Wie alt kann das Buschwindröschen werden?

Das Buschwindröschen ist eine ausdauernde, krautige Pflanze.

Was braucht das Buschwindröschen?

Das Buschwindröschen ist in krautreichen Laub- und Nadelwäldern, Gebüschen und auf Bergwiesen immer in größeren Gruppen anzutreffen. Es hat hohe Lichtansprüche und bevorzugt mäßig frische bis feuchte, nährstoffreiche, tiefgründige, lehmige Mullböden.

Wie wird das Buschwindröschen genutzt?

Früher wurde das Buschwindröschen in der Volksheilkunde gegen Rheuma in den Gelenken genutzt, was allerdings oft zu Hautschädigungen führte. Auch als Mittel gegen Magenentzündungen wurde es angewendet. Heute dient das Buschwindröschen meistens nur noch als Zierpflanze im Garten.

Wie sieht die Vegetationsperiode des Buschwindröschens aus?

Das Buschwindröschen gilt als Frühblüher, da es von Februar bis Mai blüht, bevor sich das Laubdach der Bäume schließt. In Laubwäldern entfalten sich im Frühjahr ganze Blütenteppiche, wenn die Buschwindröschen zu blühen beginnen. Die Fruchtreife erfolgt bereits im Mai. Ameisen verbreiten die Samen. Diese enthalten Lock- oder Nährstoffe, die die Ameisen anlocken und diese dazu veranlassen, die Samen einzusammeln und mitzunehmen. Danach sterben die oberirdischen Pflanzenteile ab und die Pflanze überdauert im Boden.

Besonderes

Nachts und bei trüber Witterung neigen sich die geschlossenen Blüten des Buschwindröschens nach unten.

Die ganze Pflanze ist giftig. Symptome einer Vergiftung sind Hautverätzung, Magen-Darm-Reizung und Nierenschädigung.

Im Volksmund wird das Buschwindröschen auch “Hexenblume” genannt. Dieser Name soll seinen Ursprung darin haben, dass die getrocknete Pflanze, wenn man sie raucht, in einen Rauschzustand versetzt, in dem man angeblich in der Lage sein soll, Hexen zu sehen oder zu erkennen.

Schutz

Das Buschwindröschen ist in Deutschland nicht explizit geschützt. Dennoch wird es empfohlen, die Pflanze nicht zu pflücken.

Geschrieben von Milena Krüger