Eiche

Quercus robur

Die Stieleiche wird bis zu 40 m hoch. Sie hat längliche Blätter mit vielen Einbuchtungen am Rand. Mit 60 – 80 Jahren blüht sie zum ersten Mal. Die Blüten sehen wie grüne Perlschnüre aus. Es gibt männliche und weibliche Blüten. Die Früchte heißen Eicheln und gehören zu den Nussfrüchten. Die Eiche bildet eine kräftige Pfahlwurzel. Die Rinde ist recht dick und stark zerklüftet.

Wo lebt die Eiche?

Die Eiche ist der wichtigste Baum der Nordhalbkugel. Die Stiel-/ Trauben-Eichen sind in den Eichen- und Laubmischwäldern Europas, insbesondere Mitteleuropas, weit verbreitet. Im nordöstlichen Nordamerika ist u.a. die Rot-Eiche (Quercus rubra) zu finden.

Wie alt kann die Eiche werden?

Die Stieleiche kann bis zu 800 Jahre alt werden. Auch die anderen Eichen erreichen ein Alter von mehreren hundert Jahren.

Was braucht die Eiche?

Eichen gehören zu den sogenannten Lichtbaumarten. Sie benötigen für ihr Wachstum sehr viel Licht und Platz. Auf den Seiten mit dem meisten Licht sollen im Abstand von 30m keine großen und im Abstand von 15m keine mittelgroßen Bäume stehen, um den horizontalen Lichteinfall nicht zu vermindern. Außerdem benötigen die meisten Eichenarten nährstoffreiche Böden, um ihre volle Größe zu erreichen.

Wie wird die Eiche genutzt?

Eichen werden für Nutzholzgewinnung verwendet; früher im Schiffbau, heute vor allem als hochwertiges Bauholz, für Möbel und Weinfässer. Die Rinde wird als Arzneimittel verwendet und die der Korkeiche z. B. auch für die Korkgewinnung.

Wie sieht die Vegetationsperiode der Eiche aus?

Im Frühling Austreiben der Blätter und Längenwachstum der Zweige und Einsetzen der Blüte und Bestäubung. Im Sommer werden die Blätter dunkler und härter und die Eicheln wachsen. Im Herbst werden die Blätter braun und fallen wie die reifen Eicheln ab. Im Winter haben die Knospenschuppen eine Wachsschicht.

Besonderes

In den alten Religionen, Mythen und Sagen war die Eiche ein heiliger Baum. Im Christentum steht die Eiche aufgrund ihres dauerhaften Holzes und des langen Lebens des Baumes für das ewige Leben und das ewige Heil. Auch in der Antike und bei den Germanen und Kelten wurde der Baum verehrt. Wegen der religiösen Bedeutung wurde unter Eichen auch oft Gericht gehalten. Die älteste Eiche ist vermutlich 1200 Jahren alt und steht in Österreich. Eichen beherbergen mit bis zu 1000 Arten pro Baumkrone eine ungewöhnlich hohe Vielfalt von Insektenarten.

Schutz

Etliche Eichen sind vom Eichenprozessionsspinner befallen. Dieser stellt nicht nur eine Gefahr für Bäume, sondern auch für die Menschen dar. Eichen sind in Deutschland nach den Buchen die zweitwichtigste Laubbaumgattung. Reine Eichenwälder sind selten, trotzdem machen Eichen 11,6% des deutschen Waldes aus. Es gibt Projekte (u. a. in NS, NSG Saupark seit 2009), die Eichen vor allem in ihrer Funktion als Lebensraum erhalten und schützen sollen. Viele alte Eichen stehen als Naturdenkmal unter besonderem Schutz.

Geschrieben von Ruben (NNL)