Naturpark Dahme-Heideseen

Streusandbüchse voller Edelsteine

In einem Wasserreich aus Flüssen und Seen wohnen Fischotter und Eisvogel. Mit viel Glück kannst du die beiden bei einem Besuch im Naturpark Dahme-Heideseen südöstlich von Berlin entdecken. Die Dahme ist ein Fließgewässer und schlängelt sich durch unseren Park. Aus dem kleinen Flüsschen wird ein breiter Fluss, auf dem du mit dem Kanu bis nach Berlin hineinfahren kannst. Im Sommer kannst du die Badehose einpacken und in einem von über 100 Heideseen baden.

Warum gibt es den Naturpark Dahme-Heideseen?

Naturschutz muss so gemacht werden, dass die Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschützt werden und es dabei auch den Menschen, die in der Gegend leben, gut geht. Bauern leben von der Ernte ihrer Felder. Hotel- und Restaurantbesitzer verdienen ihr Geld durch die Besucher im Naturpark. Es ist manchmal ein echter Drahtseilakt, alle unter einen Hut zu bringen! Es ist eine wichtige Aufgabe für die Mitarbeiter vom Naturpark, dass sie die Ziele des Naturschutzes mit den Menschen vor Ort abstimmen.

Hier findest du mehr Informationen:

www.dahme-heideseen-naturpark.de

Schutzgebietskategorie: Naturpark
Größe: 600 Quadratkilometer, das ist so groß wie 84.000 Fußballfelder
Bundesland: Brandenburg
Ranger: 3
Mitarbeiter: 7
Das Schutzgebiet gibt es seit: 1998

Welche Besonderheiten gibt es im Naturpark Dahme-Heideseen?

Die Dahme schlängelt sich als Flüsschen in vielen Kurven durch den Naturpark. Wo das Flussufer in den Kurven abbricht, brütet der Eisvogel. Du erkennst ihn an seinem blau leuchtenden Gefieder. Der Fischotter versteckt sich gern in Flüssen und Seen und am zugewachsenen Ufer. Genau das findet er hier und fühlt sich deshalb bei uns wohl. Vielleicht hast du Glück und entdeckst seine Spuren.

Seit Neuestem wohnt der Biber wieder in unserem Park. Er war lange Zeit aus unserem Gebiet verschwunden. Wenn du einen angenagten Baumstamm siehst, dann war da wohl ein Biber am Werk.

Schau auch mal nach oben. Am Himmel kreisen Fischadler und Seeadler. Ein anderer Vogel fällt durch sein schwarzes Federkleid auf. Es ist der Kormoran. Er lebt mit seinen Artgenossen in einer großen Kolonie zusammen. Der Kormoran ist ein guter Taucher und jagt unter Wasser nach Fischen.

Die Heideseen sind über 100 kleine und große Seen. In vielen davon kannst du prima baden. Meist umgibt die Seen ein Schilfgürtel und sie sind in Kiefernwälder eingebettet. Und weißt du schon, was „Sonnentau“ ist? Das ist eine fleischfressende Pflanze, die in unseren Mooren wächst. Im Mai leuchtet auf den Orchideenwiesen das Breitblättrige Knabenkraut pinkfarben. Ganz in lila lässt das Heidekraut die Heide im Spätsommer strahlen.

Es gibt bei uns einen sagenumwobenen Wald, in dem schon der König zur Jagd ging. Dieser Wald heißt „Dubrow“. Hier wachsen uralte Traubeneichen. Wenn ein Baum ganz alt ist, stirbt er langsam im Stehen ab. Auch solch ein toter Baum ist für den Wald, für die Tiere, die Flechten und die Pilze wichtig. Der Heldbock wohnt in der Eiche in den Jahren des Absterbens. Danach zieht der Hirschkäfer ein und lebt im Totholz.

Etwas Besonderes sind die Binnensalzstellen im Naturpark. Hier wachsen Pflanzen, die du sonst nur an der Küste findest. Warum das so ist, kannst du auf einer Wanderung mit einem Ranger bei uns entdecken.

Welche typischen Tiere und Pflanzen gibt es im Naturpark Dahme-Heideseen?

Typische Tiere
Typische Pflanzen

Was bietet der Naturpark Dahme-Heideseen für Kinder und Jugendliche?

In Storkow wurde eine alte Burg wieder aufgebaut. Darin findest du nun unser Naturpark-Besucherzentrum. Hier kannst du dich über die Geologie, Geschichte und Natur unseres Parks schlau machen.

An der „Groß Schauener Seenkette“ arbeiten seit Generationen Fischer. Geschichten über dieses Handwerk werden dir in einem kleinen Fischereimuseum erzählt. Von 2 Aussichtstürmen hast du einen tollen Blick auf dieses Wasserreich und kannst dich wie ein Vogel fühlen, der über den Seen kreist.

Den Naturpark kannst du mit dem Fahrrad, zu Fuß und mit dem Kanu vom Wasser aus erkunden.

Wie kannst du Junior Ranger im Naturpark Dahme-Heideseen werden?

Wir arbeiten mit der Grundschule in Prieros zusammen. Viele unserer Junior Ranger sind Schüler dieser Schule. Wer Lust hat, bei uns mitzumachen, der kommt mit einer schriftlichen Erlaubnis seiner Eltern zum Treffpunkt, der immer in der Schule aushängt. Wenn du dich nach einigen „Schnupperwochen“ entscheidest, dabei zu bleiben, dann wirst du am besten erstmal NAJU-Mitglied, also ein „Rudi Rotbein“. Für den Titel Junior Ranger musst du Erfahrung und Wissen sammeln und hast einige Aufgaben zu erfüllen. Danach bekommst du während eines Camps oder an einem besonderen Tag deine Urkunde überreicht. Junior Ranger sind an ihrem T-Shirt und an einem Basecap zu erkennen.

Welche Angebote gibt es für Junior Ranger im Naturpark Dahme-Heideseen?

Nach der anstrengenden Schule runter vom Schulhof und raus in die Natur, das sind die schönsten Tage! Wir lernen unsere Umgebung mit ihren Pflanzen und Tieren kennen. In der Gruppe werden wir Freunde und haben Spaß miteinander.

Das größte Projekt, das wir gemeinsam mit Sielmanns Natur-Rangern vollbracht haben, ist der Bau einer Waldhütte. Das klingt so leicht, aber wir haben jahrelang in großen Abständen daran gearbeitet. Wir haben mit Waldarbeitern die Bäume gefällt, geschält, eingebuddelt und einen Fußboden eingebaut. Das Spitzdach haben wir mit Schilf gedeckt. Allein das Schneiden des Schilfs hat mehrere Winter gebraucht, denn nicht jedes Jahr gab es Frostwetter. In der Hütte können 15 Leute schlafen und unsere eigenen Camps finden immer dort statt. Wenn wir draußen übernachten, brauchen wir ganz schön Mut.

Wir haben auch Aufgaben zu erledigen, die sich jährlich wiederholen: Dazu gehören die Pflege eines Fledermaus-Reviers und das Reinigen von Nistkästen. Manchmal sind wir bei der Betreuung eines Infostandes, beim Vogelstimmen hören oder bei der Suche nach Otterspuren dabei.

Wer kann deine Fragen beantworten?

Naturwacht im Naturpark Dahme-Heideseen
Arnold-Breithor-Straße 8
Ortsteil Prieros
15754 Heidesee
Telefon: 033768-50118

Hier melden sich Sabine Schmidt, Thomas Mertke und Frank Schröder.