Schellente

Bucephala clangula

Die Schellente ist eine Vogelart aus der Familie der Entenvögel. Die Männchen werden etwa 50 cm, die Weibchen etwa 42 cm lang. Die Flügelspannweite beträgt ca. 80 cm, sie wiegen durchschnittlich zwischen 1 und 1,2 kg.
Schellenten haben einen großen Kopf mit einem dicken, kurzen Hals. Charakteristisch für männliche Schellenten ist der weiße Fleck zwischen den gelben Augen und dem Schnabel. Das Gefieder der Männchen ist an der Unterseite weiß und auf der Oberseite dunkel. Bei gutem Lichteinfall schimmert der dunkle Teil des Gefieders grünlich. Das Gefieder der Weibchen hat einen überwiegend braunen bis grauen Farbton, der Hals und die Unterseite ist meistens weiß.

Wo lebt die Schellente?

Die Schellente lässt sich in weiten Teilen Europas finden, aber auch in Nordamerika und Asien. Vor allem in nördlichen Gebieten ist sie oft stärker verbreitet.

Wie alt kann die Schellente werden?

Die Schellente kann ein Alter von bis zu 15 Jahren erreichen.

Wie lebt die Schellente?

Schellenten sind vor allem dafür bekannt, ihre Eier in verlassenen Höhlen von Schwarzspechten abzulegen und dort auszubrüten, teilweise in Höhen von bis zu 10 Metern. So werden die Eier vor vielen verschiedenen Fressfeinden geschützt. Die Brutzeit ist bei der Schellente von April bis Juli, die Brutdauer beträgt etwa 28 Tage. Dann legt das Weibchen meist zwischen acht und elf Eiern. Schon einige Stunden, nachdem alle Jungen geschlüpft sind, werden sie vor eine erste Prüfung gestellt: Sie verlassen die Bruthöhle, indem sie sich aus der Höhle auf den Boden stürzen und dort unsanft landen.
Allgemein lebt die Schellente am liebsten in der Nähe von stehenden Gewässern wie Seen und Teichen. Mit zwei Jahren wird sie geschlechtsreif.

Was frisst die Schellente?

Die Schellente ernährt sich hauptsächlich von Schnecken, Krebstieren, Pflanzenteilen, kleinen Fischen, Insekten und deren Larven.

 

Der deutsche Name der Schellente leitet sich von ihrem besonderen Fluggeräusch ab. Es klingt nämlich wie ein hohes Pfeifen oder Klingeln, was auch „Schellen“ genannt wird.

Aktuell gilt der Bestand der Schellente als nicht gefährdet.
Jedoch wird vermutet, dass es, wegen der Klimaerwärmung, zu einem Verschwinden der Schellente in südlicheren Regionen kommen könnte. Demzufolge würde sich das Verbreitungsgebiet verkleinern und deutlich nach Norden verschieben.

Geschrieben von Jan-Luka Ostertun