Adlerfarn

Pteridium aquilinum

Der Adlerfarn hat hellgrüne, derbe Blätter, die dreifach gefiedert sind. Da die Blätter an die Krallen eines Adlers erinnern, erhielt die Pflanze vermutlich ihren Namen. Er besitzt ein meist unterirdisch oder dicht über dem Boden wachsendes Sprossenachsensystem, auch „Erdspross“ oder Rhizom genannt, das sehr groß werden kann. Der Adlerfarn kann zwischen 50 cm bis 2 Meter hoch werden, unter günstigen Bedingungen sogar auch bis zu 4 Meter.

Wo lebt der Adlerfarn?

Er wächst gerne in lichten Wäldern, an Waldrändern oder in Gebüschen und ist weltweit verbreitet, außer in den Polargebieten und in Wüstengebieten.

Wie alt kann der Adlerfarn leben?

Der Adlerfarn ist zwar frostempfindlich, aber trotzdem winterhart und deshalb mehrjährig. Sein Wurzelsystem kann älter als 1000 Jahre werden.

Was braucht der Adlerfarn?

Der Adlerfarn bevorzugt halbschattige Standorte mit frischem, lockeren saurem Waldboden, ist aber sehr unempfindlich und kann deshalb auch auf anderen Böden vorkommen. Allerdings vermeidet der Adlerfarn kalkreiche Böden.

Wie wird der Adlerfarn genutzt?

Flöhe, Wanzen und anderes Ungeziefer meiden den Adlerfarn, weshalb man seine Blattwedel früher gerne in Matratzen einnähte.
Dieselbe Eigenschaft macht sich der Bio-Gärtner zunutze, wenn er seine Beete mit Farnkraut bedeckt, um Schädlinge von seinen Kulturen fernzuhalten.

Wie sieht die Vegetationsperiode des Adlerfarns aus?

Die Vermehrung von Adlerfarn erfolgt durch Teilung und Sporen. Die Sporenausreifung findet von Juli bis Oktober statt. Die Sporen reifen auf der Unterseite der Blattwedel in Sporenbehältern aus und werden anschließend vom Wind verweht, jedoch vermehrt er sich am liebsten durch sein Sprossenachssystem, das sogenannte Rhizom.

Besonderes

Die gesamte Pflanze ist hoch giftig für Menschen und Tiere. Sie enthält einen hohen Gehalt an vielen Wirkstoffen wie z.B. Blausäure, der höchste Giftstoffgehalt befindet sich in jungen Blättern. Daher hält Adlerfarn Ungeziefer fern.

Schutz

Der Adlerfarn ist nicht gefährdet und wird auf Grund seines Gifts häufig bekämpft.

Geschrieben von Milena Krüger