Alpen-Milchlattich

Cicerbita alpina

Der Alpen-Milchlattich gehört zu den Kobblütengewächsen und wird bis zu zwei Meter hoch. Sein Stängel ist nicht verzweigt, rotbraun gefärbt und am oberen Teil behaart. In einem ungefähr 2,5 cm breiten Körbchen sind 20 Blüten. Diese sind hellblau bis blauviolett, selten auch weiß.  Die Blätter sind zungenförmig. Die Blätter sind breit und dreieckig. Die Früchte sind längliche eiförmige Nüsse mit kurzen Härchen.

Wo lebt der Alpen-Milchlattich?

Der Alpen-Milchlattich ist vor allem in den Alpen in Höhenlagen zwischen 1000 und 2000 Metern verbreitet. Aber auch in den höheren Mittelgebirgen Europas kommt er vor.

Wie alt kann der Alpen-Milchlattich werden?

Der Alpen-Milchlattich wird mehrere Jahre alt.

Was braucht der Alpen-Milchlattich?

Der Alpen-Milchlattich gedeiht auf nährstoffreichen Böden. Er wächst vor allem in Bergwäldern. Am Standort sollte es auch fließendes Oberflächen- oder Quellwasser geben. Für den Winter benötigt er als Schutz eine ausreichende Schneedecke.

Wie wird der Alpen-Milchlattich genutzt?

Die jungen Blätter eignen sich für Salate, die Stängel und Wurzel gekocht als Gemüse. Die Sami (Volk aus Fennoskandinavien)  essen die bitter schmeckenden Stängel in Rentiermilch gekocht. Der Alpen-Milchlattich ist bei Bergbauern sehr beliebt, weil er angeblich die Milchleistung der Kühe steigert. Zahlreiche Volksnamen wie Milchkraut, Milchdistel und Schmettenwurz (Schmetten = Rahm) beziehen sich darauf.

Wie sieht die Vegetationsperiode des Alpen-Milchlattichs aus?

Von Juli bis August blüht der Alpen-Milchlattich. Dann wird er durch Hummeln, Schwebfliegen und Käfer bestäubt. Daraufhin entwickeln sich die Früchte. Für den Winter benötigt er als Schutz eine ausreichende Schneedecke.

 

Besonderes

Der Alpen-Milchlattich wirkt entzündungshemmend und harntreibend. Die Pflanze wurde in der Volksmedizin gegen Entzündungen eingesetzt. Die zerquetschten Blätter helfen gegen Hautentzündungen.

Schutz

Der Alpen-Milchlattich ist ungefährdet und wird deshalb auch nicht geschützt. Allerdings kommt er außerhalb der Alpen in Deutschland nur sehr selten vor und sollte deshalb nicht gepflückt werden.