Baumfalke

Falco subbuteo

Der Baumfalke ist dem Wanderfalken sehr ähnlich. Allerdings ist er mit bis zu 35 cm Körperlänge etwas kleiner. Wegen seiner langen, spitz zulaufenden Flügel wirkt er oft wie ein sehr großer Mauersegler. Seine Unterseite ist längsgestreift und ganz besonders sind seine rostroten „Hosen“.

Wo lebt der Baumfalke?

Er ist in fast ganz Europa anzutreffen. Ausnahmen sind Island, Nordskandinavien und Schottland. Auch in Asien kannst du ihn mit Glück beobachten und da der Baumfalke ein Zugvogel ist, sogar in seinem Winterquartier im warmen Afrika.

Wie alt kann der Baumfalke werden?

Man sagt, dass der Baumfalke im Schnitt in der Natur etwa 4–8 Jahre alt werden kann. Unter sehr guten Bedingungen höchstens 15.

Wie lebt der Baumfalke?

Da der Baumfalke eher ungern im Dunkeln jagt, gilt er als tagaktiver Greifvogel. Außerdem ist er ein Zugvogel. Im September zieht er allein, als Paar oder kleine Familie in den warmen Süden Afrikas und kehrt im April wieder nach Mitteleuropa zurück, um zu brüten.

Was frisst der Baumfalke?

Mit schnellen, rasanten Manövern kannst du den Baumfalken in der Luft nach Libellen, anderen Insekten wie bspw. den dicken Mai- und Junikäfern und  kleineren Vögeln jagen sehen. Hat der Jäger seine Beute, dann frisst der Baumfalke seine Libelle auch gern gleich auf dem Weg zur nächsten Mahlzeit im Flug.

Besonderes

Wenn sich der geschickte Baumfalke auf seine Beute stürzt, kann er schon mal Geschwindigkeiten von bis zu 180 km/h erreichen. Das ist noch ein bisschen schneller als deine Eltern mit dir über die Autobahn düsen.

Der englische Name des Baumfalken ist „Hobby“. Also genau so wie das, was du in deiner Freizeit so machst.

Schutz

Wenn es dem Baumfalken an Nistplätzen fehlt, dann können wir Menschen mit künstlich angelegten Plätzen abhelfen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn die Aaskrähen oder Kolkraben in einem Gebiet stark abnehmen. Denn der Baumfalke nutzt deren alte Nester als Nistplatz. So muss er sich nur noch häuslich einrichten anstatt ein neues Nest zu bauen. Ganz schön clever, was?

Geschrieben von Tina Gulich