Birnenbaum

Pyrus communis

Birnenbäume, auch Birnbäume genannt, sind Laubbäume und gehören zu der Familie der Rosengewächse. Birnbäume werden je nach Sorte drei bis 20 Meter hoch. Je höher ein Birnenbaum wächst, desto breiter wird auch seine Krone. Die Blätter des Baums sind sommergrün und eiförmig und glänzen stark. Im Herbst färben sich die Blätter gelb. Die Zweige sind  grau glänzend, die Knospen braun und leicht behaart. Die Blüten des Birnbaums sind weiß und haben je fünf Blütenblätter. Seine Früchte sind Birnen.

Wo lebt der Birnenbaum?

Über die Herkunft des Birnenbaums sind sich die Forscher nicht einig. Es wird angenommen, dass er aus Asien stammt. In China waren die Kulturformen des Birnenbaums schon vor 2000 Jahren bekannt. Sie wurden von dort aus über Rom nach Europa gebracht und verbreiteten sich über alle Kontinente.

Wie alt kann der Birnenbaum werden?

Wilde Birnenbäume können bis zu 300 Jahre alt werden, gezüchtete Arten bis zu 70 Jahre.

Was braucht der Birnenbaum?

Der Birnenbaum mag warme sonnige bis halbschattige Plätze. Der Boden sollte aus große Teile Sand oder Lehm enthalten, damit der Binenbaum gut wächsen kann.

Wie wird der Birnenbaum genutzt?

Es werden hauptsächlich die Birnen genutzt. Hierbei wird das frische Obst sofort verkauft oder zum Beispiel zu Trockenobst, Marmelade oder Sirup weiterverarbeitet.
Aber der Birnenbaum wird auch gerne in unseren Gärten geflanzt, um später die Früchte genießen zu können.
Auch das Holz des Birnbaums wird genutzt, indem daraus Möbel und Musikinstrumente gebaut werden, wie zum Beispiel Klaviere.

Wie sieht die Vegetationsperiode des Birnenbaums aus?

Von April bis Mai blüht der Birnenbaum. Nachdem der Baum geblüht hat, wachsen neue Blätter aus den Zweigen. Birnenblüten gehören zu den Zwitterblüten. Diese können sich nicht selbst befruchten. Sie benötigen den Pollen eines anderen Birnbaums, damit sich aus der Blüte eine Frucht bilden kann. Die Bestäubung wird durch Bienen und Wind übernommen, die den Pollen von einem Baum zum anderen tragen. Je nach Sorte sind die Birnen im Sommer oder Herbst reif. 

Besonderes

Die Früchte werden einzeln von Hand gepflückt. Wer sie vom Baum schüttelt, riskiert Druckstellen und Verletzungen, die ihre Lagerfähigkeit und Haltbarkeit verkürzen. Zur Lagerung legt man sie in sogenannte Horden oder Holzkisten und stellt sie an einem möglichst kühlen Ort auf. Aber man sollte Birnen niemals neben Äpfeln lagern! Während ihres Reifeprozesses setzen Äpfel Ethylen, ein Pflanzenhormon, frei, das auch die Reifung der Birnen vorantreibt, sodass sie schneller verderben.

Schutz

Birnenbäume gelten nicht als gefährdet, weil sie in großer Form kultiviert (angebaut) werden. Allerdings können sie von zahlreichen Krankheiten und Schädlingen befallen werden, wie zum Beispiel dem Feuerbrand. Diese Krankheit wird durch das Bakterium Erwina amylovora ausgelöst. Hierbei färben sich die Blätter schwarzbraun. Das Bakterium gelangt über die Blüten in den Baum und von dort aus in die jungen Triebe. So werden die Leitungsbahnen des Baumes verstopft und es gelangen nur sehr geringe Mengen Wasser und Nährstoffe in den Baum. Bei älteren Bäumen können die geschädigten Bereiche entfernt werden, während junge Bäume mit starkem Befall gerodet werden müssen. Bisher gibt es noch kein Pflanzenschtzmittel gegen Feuerbrand.