Elster

Pica pica

Das Gefieder der Elster ist sehr auffällig und leicht zu erkennen. Brust und Schulter sind weiß, während der restliche Körper schwarz ist. Die schwarzen Federn glänzen in grün, blau oder violett. Typisch für die Elster sind auch ihre langen Schwanzfedern.
Elstern werden ca. 50 cm lang. Ihre Flügelspannweite beträgt 90 cm. Sie wiegen um die 200 Gramm.

Wo lebt die Elster?

Elstern haben ein sehr großes Verbreitungsgebiet. Es reicht von Europa über den eurasischen Kontinent bis nach China und die Ostküste Asiens.
Ursprünglich leben Eltern in gut strukturierten Kulturlandschaften mit vielen Wiesen, Hecken und Bäumen. In Europa lebt aber die Hälfte aller Elstern in Städten und Siedlungen.

Wie alt kann die Elster werden?

In freier Wildbahn werden die meisten Elstern nur etwa zweieinhalb Jahre alt. Sie könnten aber bis 16 Jahre alt werden.

Wie lebt die Elster?

Elsterpaare beginnen im Februar mit dem Nestbau. Haben Elstern keinen Partner, schließen sie sich zu Gemeinschaften zusammen, in denen sie schlafen und auf Futtersuche gehen.
Die Eier werden zwischen März und Mai gelegt. Die Altvögel verteidigen das Brutrevier und das Nest gegen Nesträuber wie Aaskrähen, Habichte oder Marder. Nach sechs Wochen Aufzucht fliegen die Jungen zum ersten Mal aus dem Nest aus. Das Brutpaar lebt im Winter zusammen mit den nicht-brütenden Elstern in der Schlafgemeinschaft. Sie verteidigen ihr Brutrevier mit dem Nest aber auch in dieser Zeit und brüten im nächsten Jahr wieder dort.

Was frisst die Elster?

Elstern ernähren sich hauptsächlich tierisch von Insekten, Würmern, kleinen Wirbeltieren und Vogeleiern. Ergänzt wird dieser Speiseplan durch Früchte, Beeren und Samen.
In Städten lebende Elstern suchen sich die Hälfte ihrer Nahrung in Kompost- und Abfallhaufen des Menschen.

Besonderes

Elstern haben eines der am weitesten entwickelten Gehirne aller Singvögel. Sie sind in der Lage, Nahrung in Erdlöchern zu vergraben und diese Verstecke dann selbständig wiederzufinden.
Auf dieser Fähigkeit gründet auch ihr Ruf der „diebischen“ Elster, der seit dem Mittelalter in Europa herrscht. Elstern interessieren sich nämlich besonders für glänzende Gegenstände wie viele andere Vögel auch. Weil man sie aber häufiger dabei beobachten kann, wie sie Dinge im Boden vergraben, waren die Menschen der Meinung, die Elstern würden glänzende Dinge stehlen und vergraben.

Schutz

Die Elster ist nicht gefährdet. Sie wurde aber schon früh systematisch gejagt, weil sie angeblich der Landwirtschaft schadet und andere Singvögel bedroht.
Aus diesen Gründen darf sie auch heute noch in vielen Bundesländern gejagt werden. Mittlerweile wurde aber festgestellt, dass die Elster weder Auswirkungen auf andere Singvögel noch auf die Landwirtschaft hat. Die Jagd auf sie hat also keinen Nutzen.

Geschrieben von Lena Seifert