Fischadler

Pandion haliaetus

Fischadler sind Greifvögel. Sie werden bis zu 1,74 kg schwer und haben eine Flügelspannweite von etwa 1,70 m. Weibchen sind eher etwas größer und schwerer als Männchen.
Fischadler haben eine braune Rücken- und Flügelpartie. Die Unterseite ist jedoch zum größten Teil weiß. Auch der Kopf ist, bis auf einen braunen Streifen vom Auge an den Hinterkopf, komplett weiß.

Wo lebt der Fischadler?

Fischadler sind weit verbreitet. Sie sind Zugvögel und überwintern im warmen Westafrika. In Europa findet man Fischadler vor allem in Skandinavien, Schottland, Polen und im Osten Deutschlands. Er mag flache, stehende Gewässer und braucht Brutplätze in Bäumen und Felswänden.

Wie alt kann der Fischadler werden?

Fischadler können verhältnismäßig alt werden. Ihre Lebenserwartung in freier Wildbahn kann bis zu 25 Jahre betragen.

Wie lebt der Fischadler?

Fischadler sind tagaktiv. Sie sind Einzelgänger und markieren ihr Revier durch Flüge. Nur zur Brutzeit lebt das Paar zusammen im Horst. Das Weibchen legt bis zu drei Eier und bebrütet sie die meiste Zeit. Das Männchen bewacht das Revier. Bis die kleinen Fischadler fliegen können, versorgt das Männchen sie mit Nahrung.

Was frisst der Fischadler?

Fischadler ernähren sich, wie ihr Name schon sagt, hauptsächlich von Fischen. Ihre Beute suchen sie von einem erhöhten Punkt am Wasserrand oder direkt im Flug. Mit einem Sturzflug wird die Beute gejagt. Seltener erbeuten sie auch Krebse, kleine Vögel oder Frösche.

Besonderes

Besonders spektakulär sind die Sturzflüge, mit denen Fischadler ihre Beute jagen. Um den Fisch genau im Wasser sehen zu können, können sie, wie viele Greifvögel, in der Luft stehen bleiben. Dazu schlagen sie mit den Flügeln, bewegen sich aber nicht vorwärts. Dieses Verhalten bezeichnet man als „rütteln“. Danach stürzen sie sich auf den Fisch. Dabei können sie Geschwindigkeiten von bis zu 70km/h erreichen. Das ist in etwa so schnell, wie man mit dem Auto auf Landstraßen fährt. Der Fisch wird mit den Krallen gefasst.

Schutz

Fischadler sind früher vom Menschen verfolgt worden. Fischer sahen sie als Konkurrenten, die ihnen die Fische wegnahmen. Deshalb gelten Fischadler heute allgemein als gefährdet. In Deutschland werden sie zum Teil in der Roten Liste geführt.

Es ist schwer, Fischadler in Deutschland wieder anzusiedeln. Schmutziges Wasser in Teichen und Seen macht sie krank. Oft gibt es auch nicht genügend Brutplätze oder diese sind zu viel Lärm, der durch Verkehr oder Menschen verursacht wird, ausgesetzt. Deshalb werden künstliche Nester für Fischadler in ruhigen Naturschutzgebieten angebracht.

Geschrieben von Lea Zwilling