Fliegenpilz

Amanita muscaria

Besonders auffällig ist der Fliegenpilz durch seinen 5 bis 10 cm breiten Hut, welcher scharlachrot ist und meistens weiße Punkte hat. Die Punkte sind allerdings nichts anderes als Reste der Hülle, Velum genannt, in der der Pilz in seiner Jugend zum Schutz der Sporen steckt. Deshalb können die Punkte auch weggespült werden, wenn es stark regnet. Der Hut erscheint bei jungen Exemplaren halbkugelig und ist mit dem Stiel fest verbunden. Mit zunehmendem Alter des Fliegenpilzes wölbt sich der Hut auf und wird flach. Der Stiel ist 10 bis 25 cm hoch und bis zu 3 cm dick. Er hat eine weiße Färbung, die nach oben hin hellgelb wird. Am unteren Teil des Stiels gibt es eine leicht verdickte Basis.

Wo lebt der Fliegenpilz?

Man findet den Fliegenpilz in Nordeuropa, im nördlichen Asien und in Nordamerika. In Deutschland ist er sehr weit verbreitet und fast überall zu finden.

Was braucht der Fliegenpilz?

In Nadelwäldern und Laubwäldern gibt es die meisten Fliegenpilze. Man findet sie vor allem in Fichtengehölzen oder in der Nähe von Birken. Außerdem bevorzugt der Fliegenpilz saure Böden.

Wie wird der Fliegenpilz genutzt?

Seit jeher wird der Fliegenpilz in vielen Kulturen als Rauschmittel verwendet; er gilt sogar als das älteste Rauschmittel überhaupt. Das Wissen um seine berauschende Wirkung ist bereits seit über 4000 Jahren bekannt.
In Teilen Japans gilt der Pilz außerdem als leckere Spezialität.

Wie sieht die Vegetationsperiode des Fliegenpilzes aus?

Der Fliegenpilz kommt im Sommer und im Herbst vor. Er vermehrt sich durch weiße Sporen

Besonderes

Der Fliegenpilz ist giftig. Die Wirkung des Gifts ähnelt einem Alkoholrausch und ruft Störungen der Nerventätigkeit und Verdauungsbeschwerden auf. Ein gesunder Mensch überwindet aber meistens schnell die Vergiftung ohne weitere Folgen.
Obwohl er bekannt für sein Gift ist, gilt der Fliegenpilz als Glückssymbol. Auch in Kinderliedern und Märchen hat er seinen festen Platz, sodass jedes Kind weiß, dass man den Fliegenpilz nicht essen sollte.

Schutz

Der Fiegenpilz gilt als nicht gefährdet und wird daher nicht geschützt.

Geschrieben von Milena Krüger