Igel

Erinaceus europaeus

Igel, die du bei uns im Garten findest, werden auch Braunbrustigel oder Westigel genannt. Gut zu erkennen sind sie an ihrem braunen Stachelkleid mit den weißen Spitzen. Igel werden bis zu 30 cm groß. Im Sommer können sie zwischen 800 g und 1200 g wiegen, nach ihrem Winterschlaf nur bis zu 400 g. Männchen und Weibchen können nicht durch bloße Beobachtung unterschieden werden. Das kann man erst bei einer Untersuchung sehen.

Wo lebt der Igel?

Igel kommen in großen Teilen Europas, Asiens und Afrikas vor. Westigel leben in Europa in Städten, Parks und Gartenanlagen. In der Natur findet man ihn im Unterholz, in Hecken und an Waldrändern. Igel brauchen viele Verstecke, in die sie sich zum Schlafen zurückziehen können.

Wie alt kann der Igel werden?

Igel werden in freier Wildbahn normalerweise zwischen zwei und drei Jahre alt. Viele der Babyigel überleben den ersten Winter nicht. Die ältesten Igel sind bis zu sieben Jahre alt geworden.

Wie lebt der Igel?

Igel sind nachtaktiv. Erst in der Dämmerung zeigen sie sich und gehen auf Jagd. Sie sind Einzelgänger, verteidigen ihre riesigen Territorien allerdings nicht.
Igel finden im Winter bei kalten Temperaturen und Schnee keine Nahrung. Deswegen legen sie sich im Sommer ein Fettpolster an und machen einen langen Winterschlaf. Dabei haben sie einen langsamen Herzschlag und eine niedrige Körpertemperatur.

Was frisst der Igel?

Igel sind Allesfresser. Dabei ernähren sie sich hauptsächlich von Insekten wie Spinnen, Würmer und Schnecken. Wenn sie schnell genug sind, fressen sie auch gern Mäuse oder Vögel. Manchmal ernähren sie sich auch von Aas oder Pflanzenresten wie Früchten oder Wurzeln.

Besonderes

Igel gibt es schon seit der Urzeit! Sie sind fast 15 Millionen Jahre alt und haben sich seitdem wenig verändert. Das deutsche Wort Igel stammt aus einer frühen Form des Deutschen und bedeutet wohl soviel wie „Schlangenfresser“. Das kommt daher, dass er auch Schlangen frisst.

Auf Bildern sieht man Igel häufig mit Äpfeln und anderem Obst auf den Stacheln herumlaufen. Man sagt, dass er so seine Nahrung transportiert. Tatsächlich bleiben aber viele Dinge aus Versehen in seinen Stacheln stecken.

Schutz

Igel gelten in Deutschland und Europa als nicht gefährdet. Sie können sich relativ gut an die Besiedelung der Menschen anpassen und kommen auch in Städten und Dörfern mit vielen Parks und Gärten vor.

Allerdings sind sie im Herbst auf Laubhaufen, Holzstapel oder Komposthaufen angewiesen. Dort können sie sich bei der Kälte verstecken und haben es schön warm. In Städten gibt es diese Aufenthaltsorte leider immer weniger.

Geschrieben von Lea Zwilling