Maulwurf

Talpa europaea

Der Maulwurf wird ca. 10-17 cm groß und 60-120 Gramm schwer, sein meist graues Fell ist kurz und ohne Strich, so kann er in den engen Gängen vor- und rückwärts gehen. Er hat einen walzenförmigen Körper, einen zugespitzten Kopf und seine Vordergliedmaßen sind zu Grabwerkzeugen umgebildet. Tasthaare sitzen beim Maulwurf nicht nur am Gesicht, sondern auch am 2-4 cm langen Schwanz.

Wo lebt der Maulwurf?

Der Maulwurf bevorzugt nicht zu trockene Böden in Wiesen, Äckern und Wäldern. In Deutschland ist er fast überall heimisch, europaweit kommt er in gemäßigten klimatischen Regionen vor. Bis in 2400 m Höhe wurde er in den Alpen schon nachgewiesen.

Wie alt kann der Maulwurf werden?

3-4 Jahre kann ein Maulwurf alt werden, aber oft vollenden die Jungtiere nicht das erste Lebensjahr.

Wie lebt der Maulwurf?

Ganzjährig geht der Maulwurf drei Mal am Tag für etwa vier Stunden auf Futtersuche. In seinem ca. 150 m langen Gangsystem ist er mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1 m/s unterwegs, um vor allem Regenwürmer aufzuspüren. Als Einzelgänger finden Maulwürfe nur während der Paarungszeit im März/April zusammen. In der Nestkammer kommen einen Monat später 3-4 Junge zur Welt, diese werden mit 6-12 Monaten geschlechtsreif.

Was frisst der Maulwurf?

Als Insektenfresser nimmt der Maulwurf täglich fast die Hälfte seines Gewichts an Nahrung zu sich. Insekten, Larven und Regenwürmer stehen auf dem Speiseplan. Im Winter legt er sich einen Nahrungsvorrat an. Dafür beißt er den Regenwürmern in das vordere Körpersegment, so sind diese lebendig gefangen.

Besonderes

Der Maulwurf kann in lockerem Boden ca. 7 m in der Stunde graben. Dabei kann er das 20-fache seines Körpergewichts nach oben stemmen. Seine Gänge liegen bis 1 m unter der Oberfläche, bei gutem Nahrungsangebot ist sein Revier ca. 2000 m² groß. Ein 100 Gramm schweres Tier vertilgt im Jahr etwa 20-30 kg Würmer und Insekten. Trotz einiger Belüftungslöcher ist die Luft in den unterirdischen Gängen sauerstoffarm. Darum kann Maulwurfsblut mehr Sauerstoff binden als das Blut anderer Säugetiere.

Schutz

Der Maulwurf ist durch seine Grabungen und sichtbaren Erdhügel für viele Menschen ein Ärgernis. Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet das Töten der Tiere, eine Alternative dazu ist das Vertreiben durch üblen Geruch oder Töne.
Man kann die Erde der Maulwurfshügel hervorragend für das Blumenbeet verwenden, ein Maulwurf im Garten zeugt von einem gesunden und gut durchgelüfteten Boden. Wurzeln knabbert der Maulwurf nicht an, sie können aber beim Graben gelegentlich beschädigt werden.

Geschrieben von Robby Meißner