Miesmuschel

Mytilidae

Die Miesmuschel hat eine blauschwarze Schale und wird bis zu 10 cm groß. Innen glänzt die Schale perlmuttartig. Ihre zwei Schalenhälften dienen wie bei allen Muscheln zum Schutz der weichen Körperteile. Die Schalen werden durch starke Muskeln im Inneren zusammengehalten. Bei den Miesmuscheln sind die Schalen nach vorn zugespitzt, das Hinterende ist gerundet. In den Schalen steckt ein Fuß, auf dem sich die Muschel langsam fortbewegen kann.

Wo lebt die Miesmuschel?

Die Miesmuschel lebt in Meeren mit hohem Salzgehalt von der flachen Gezeitenzone bis in eine Tiefe von 10 m. Sie kommt auch in der Ostsee vor, dort ist sie aber kleiner und ihre Schalen sind dünner.

Wie alt kann die Miesmuschel werden?

Eine Miesmuschel wird auf den Miesmuschelbänken im Meer bis zu 10 Jahre alt.

Wie lebt die Miesmuschel?

Die Miesmuschel kann Fäden aus Eiweiß (= Byssusfäden) bilden, mit denen sie sich am Untergrund oder an anderen Muschel festhalten kann. Bevor sich die pazifische Auster im Wattenmeer breit gemacht hat, war die Miesmuschel die einzige Muschelart, die auf dem Boden und nicht in ihm vergraben lebte. Miesmuscheln bilden Larven, die frei im Wasser schwimmen, bevor sie sich nach einiger Zeit auf dem Boden niederlassen.

Was frisst die Miesmuschel?

Miesmuscheln filtern Kleintiere und organisches Material aus dem Meerwasser.

Besonderes

Eine große Miesmuschel kann bis zu 10 Liter Wasser pro Stunde filtern. Den Schlick, der im Wasser war, scheidet sie sofort wieder aus, so wachsen die Miesmuschelbänke immer höher.

Miesmuscheln werden gerne gegessen und dafür auf den Muschelbänken gefischt. Da sie aber auch Bakterien und Viren aufnehmen, können sie Krankheiten verursachen. Man muss also aufpassen, woher die Muscheln kommen, die man auf dem Teller hat.

Schutz

Die Miesmuschelbänke sind in den letzten Jahren im Wattenmeer immer weniger geworden. Miesmuscheln werden befischt und außerdem mögen sie die ansteigende Temperatur des Meerwassers nicht. Viele Vogelarten, die Miesmuscheln als Futter brauchen (z. B. Eiderente, Austernfischer, Silbermöwe) werden ebenfalls weniger.

Geschrieben von Silke Ahlborn