Regenwurm

Lumbricus terrestris

Der Gemeine Regenwurm oder auch Tauwurm ist die bekannteste Art aus der Familie der Regenwürmer. Er ist circa 12 bis 30 cm lang und etwa 5 mm dick. Sein Körper ist vorn rot und hinten blass und besteht aus bis zu 160 zylindrischen Segmenten, an denen jeweils vier kurze Borstenpaare sitzen. Geschlechtsreife Tiere haben eine gelbliche Verdickung im vorderen Körperdrittel, sie sind Zwitter.

Wo lebt der Regenwurm?

Sein Lebensraum ist vorzugsweise der feuchte und lockere Boden von Wiesen und Gärten, aber auch in Äckern und im Waldboden ist er zu finden. Seine Gänge gräbt er bis in 3 m Tiefe und durchwühlt den Boden sehr intensiv. Der Name Regenwurm kommt von reger Wurm.

Wie alt kann der Regenwurm werden?

Nach etwa einem Jahr sind Regenwürmer geschlechtsreif, sie können 3 bis 8 Jahre alt werden.

Wie lebt der Regenwurm?

Den nachtaktiven Regenwurm zieht es gerade auch bei feuchtem Wetter an die Oberfläche zur Nahrungsaufnahme.
Nach der Paarung legen beide Tiere unterirdische Kokons an, in denen die aus Eiern geschlüpften Jungwürmer sich entwickeln. Ab 10°C Bodentemperatur verlassen sie nach ca. 4 Monaten den Kokon.
Regenwürmer überwintern in etwa 40 bis 80 cm Tiefe in einer Art Kältestarre.

Was frisst der Regenwurm?

Vor allem nachts zieht der Regenwurm Keimlinge und Blätter in seine Gänge, dort verrotten diese und dienen später als Nahrung. Regenwürmer nehmen auch Bakterien, Einzeller, Pilzsporen und mineralische Bestandteile zur Verdauung auf, die Kotbällchen des Regenwurms sind Superdünger!

Besonderes

Ein Regenwurm kann bei Gefahr einen Teil seiner hinteren Körpersegmente abschnüren, dem Fressfeind überlassen und sich so in Sicherheit bringen. Diese Segmente wachsen mit der Zeit fast vollständig wieder nach.

Regenwürmer spüren die Grabtätigkeit eines Maulwurfs und flüchten manchmal in Scharen vor ihm aus der Erde. Sie können vor- und rückwärts kriechen, haben einen ausgezeichneten Geruchs- und Geschmackssinn und können das 50- bis 60-fache ihres Körpergewichtes stemmen.

Schutz

Eine Bauernregel besagt, dass nur der liebe Gott weiß, wie man fruchtbare Erde macht – sein Geheimnis hat er den Regenwürmern anvertraut! Pro Quadratmeter können ca. 100 Regenwürmer den Boden auflockern und durchlüften und sorgen damit für ein besseres Pflanzenwachstum. Flächenversiegelung und Schadstoffe machen dem Regenwurm zu schaffen. Grünflächen, Hecken und Laub auf dem Boden unterstützen seine geniale Arbeit bei der Bodenverbesserung.

Geschrieben von Robby Meißner