Riesenbovist

Langermannia gigantea

Der stiellose Riesenbovist hat einen bis zu 50 cm breiten Fruchtkörper, der eine glatte weiße und fein ledrige Oberfläche hat. Erst später wird der Pilz bräunlich. Das Fleisch ist ebenfalls zuerst weiß und fest und färbt sich später gelblich und zuletzt olivbraun. Je dunkler das Fleisch wird, desto weicher wird es. Meistens wiegt ein Pilz über zehn Kilo.

Wo lebt der Riesenbovist?

Der Riesenbovist wächst in Gebieten mit gemäßigtem Klima auf der ganzen Welt. In Europa ist er vom Mittelmeergebiet bis Südskandinavien verbreitet. In Deutschland findet man ihn von den Alpen bis zur Küste.

Was braucht der Riesenbovist?

Der Riesenbovist wächst besonders gut auf humus- und stickstoffreichen sowie gedüngten Böden. Deshalb kommt er häufig an Feldern und Gärten vor. Allerdings kommt er auch auf Weiden, Wiesen und Waldböden vor. Die Böden enthalten im Idealfall Magnesium, Kupfer, Zink, Kalium und Phosphor.

Wie wird der Riesenbovist genutzt?

Als junger Pilz ist der Riesenbovist essbar, allerdings nur solange sein Fleisch weiß ist. Ist das Fleisch erst einmal bräunlich gefärbt, ist der Pilz zwar nicht giftig, aber ungenießbar. Häufig wird das weiße Fleisch des Pilzes als Schnitzel paniert angebraten.
Des Weiteren kommt das Sporenpulver in der Medizin unter anderem als Blutstiller zum Einsatz und findet in Tees Verwendung gegen Bronchitis oder Mandelentzündungen.

Wie sieht die Vegetationsperiode des Riesenbovists aus?

Der Riesenbovist kommt von Mai bis Oktober vor. Die Fruchtkörper lösen sich, sobald sie reif sind, vom Boden und werden vom Wind verweht. So verbreiten sich dann die Sporen.

Besonderes

Der Riesenbovist gilt als größter Speisepilz der Welt. Während des deutschen Kaiserreiches nannte der Volksmund das Sporengewächs scherzhaft „Beamtenschnitzel“, da ein einziger Pilz ausreichte, um eine mehrköpfige Familie zu ernähren.

Schutz

Der Riesenbovist gilt als nicht gefährdet und wird daher auch nicht geschützt.

Geschrieben von Milena Krüger