Rote Waldameise

Formica rufa

Ihren Namen hat die Rote Waldameise wegen ihrer überwiegend roten Färbung an Kopf, Oberkörper und Beingelenken. Ansonsten ist sie schwarzbraun bis schwarz gefärbt. Während die Arbeiterinnen nur 4,5-9 mm lang werden, kann die Königin bis zu 11 mm Länge erreichen.

Wo lebt die Rote Waldameise?

Die Rote Waldameise kannst du außer in Europa auch in Asien und Nordamerika beobachten.

Wie alt kann die Rote Waldameise werden?

Die Arbeiterinnen werden meist nur 2 bis 3 Jahre alt. Die Königin kann ein Alter von 15 bis 20 Jahren erreichen. Die Männchen sterben direkt nach der Paarung mit der Königin.

Wie lebt die Rote Waldameise?

Die Ameisen leben in riesigen Kolonien und bauen gemeinsam ihre Nester. Diese findest du am Waldrand in morschen Baumstümpfen. Sie bestehen aus Moos, kleinen Ästen und Baumnadeln. Gern suchen sich die Ameisen Plätze aus, an denen die Sonne auf den Hügel scheinen und ihre Behausung wärmen kann. Diese kann bis zu 2 m in das Erdreich ragen und ist über dem Boden bis zu 1,5 m hoch. Ganz schön groß für so kleine Tiere, oder?

Was frisst die Rote Waldameise?

Die Rote Waldameise frisst Insekten, Larven, Spinnentiere und Schildläuse, aber auch Säfte von Früchten und Bäumen schmecken ihr. Eine besondere Leckerei ist für sie der sogenannte „Honigtau“, ein Sekret von Blattläusen.

Besonderes

Im Frühjahr kannst du die Königinnen auf ihrem Hochzeitsflug beobachten. Wenn sie sich mit einem Männchen gepaart haben, verlieren sie ihre Flügel. Der Samenvorrat von der Paarung hält bis zu 20 Jahre. Somit paaren sich die Königinnen nur einmal in ihrem Leben.

Schutz

Außer den natürlichen Fressfeinden wie Fröschen, Igeln, Eidechsen oder Spechten, denen die Ameisen sehr gut schmecken, bedrohen auch wir Menschen die kleinen Waldbewohner. Beim Bau von Straßen oder Siedlungen werden die Nester oft übersehen oder einfach so zerstört. Damit das nicht passiert, können Förster oder Waldbesitzer die Hügel markieren. Auch eine Patenschaft für ein bestimmtes Waldstück kann den Tieren Schutz bieten.

Geschrieben von Tina Gulich