Rothirsch

Cervus elaphus

Der Rothirsch kann je nach Nahrungsangebot eine Kopf-Rumpf-Länge von 1,80-2,10 m erreichen und 100-170 kg schwer werden. Ihn kennzeichnet eine gerade Wirbelsäule, was ihm bei der Flucht einen ausdauernden Trab ermöglicht. Sein Fell wechselt er im Mai und im September, im Sommer ist er rotbraun, im Winter graubraun. Nur das männliche Tier hat ein Geweih!

Wo lebt der Rothirsch?

Der Rothirsch ist in Europa weit verbreitet. Vor allem Großbritannien und die Staaten in Osteuropa besitzen flächendeckend große Populationen. In Deutschland kommt er vor allem in den Mittelgebirgen, den Alpen mit Alpenvorland und im Nordosten noch zahlreich vor.

Wie alt kann der Rothirsch werden?

Mit etwa zwölf Jahren steht der Rothirsch in der Blüte seines Lebens. In freier Wildbahn kann er bis zu 18 Jahre alt werden.

Wie lebt der Rothirsch?

Das meist tagaktive Rotwild lebt in zum Teil recht großen Rudeln in Wäldern, aber auch in offenen Landschaften. Der Rothirsch ist mit ca. 7 Jahren geschlechtsreif, die weiblichen Hirschkühe setzen mit etwa 5 Jahren nach fast 8 Monaten Tragzeit Ende Mai/Anfang Juni ihr erstes Kalb. Im Winter ziehen die Rudel bei hoher Schneelage in tiefere Gebiete, um dem Futtermangel zu entgehen.

Was frisst der Rothirsch?

Zur abwechslungsreichen Nahrung des Rothirsches gehören neben Kräutern, Gräsern, Knospen, Blättern und Baumrinde auch Bucheckern, Kastanien, Eicheln, Obst, Kartoffeln, Rüben, Moose, Pilze und Flechten. Das Äsen und Wiederkäuen von 8-20 kg Nahrung dauert täglich ungefähr 12 bis 16 Stunden!

Besonderes

Das Rotwild kann sich hervorragend an Gerüchen orientieren. Die zahlreichen Drüsen, z.B. an den Augen, am Schwanz, den Hinterläufen und dem Bast des wachsenden Geweihes, sondern Düfte und Sekrete ab, die für das soziale Zusammenleben im Rudel wichtig sind. Der Hirsch wirft je nach Alter sein Geweih nach dem Winter von Ende Februar bis April ab. Es braucht etwa 140 Tage, bis sich ein neues Geweih ausgebildet hat. In dieser Zeit versorgt der Bast den noch weichen und warmen Knochen mit Nährstoffen.

Schutz

Der Rothirsch gehört seit Jahrtausenden zum jagdbaren Wild. Auch wenn diese Tierart sehr robust ist und sich in vielen Lebensräumen wohl fühlt, so sind in vielen Regionen ihre natürlichen Wanderbewegungen durch Verkehrswege und andere Hindernisse stark eingeschränkt.
Die natürliche Auslese und Populationsbeschränkung erfolgte früher vor allem durch den Wolf. Die letzten zwei Jahrhunderte, seit der Ausrottung der Wölfe in Deutschland, übernahm der Mensch diese Rolle .

Geschrieben von Robby Meißner