Rotkehlchen

Erithacus rubecula

Charakteristisch für das Rotkehlchen ist seine orange-rote Kehle im Kontrast zu seiner braunen Oberseite.
Das Rotkehlchen ist etwa genauso groß wie ein Haussperling, nämlich 14cm. Es hat einen sehr rundlichen Körper, wiegt aber trotzdem nur 15 bis 20 Gramm (zum Vergleich: zwei 2€-Münzen wiegen 17 Gramm).

Wo lebt das Rotkehlchen?

Das Rotkehlchen kannst du in ganz Europa, aber auch in Nordafrika und Asien antreffen.
Bei uns in Deutschland hält es sich oft in Parks, auf Friedhöfen, im Garten, am Waldrand oder auch einfach in Hecken und Büschen auf.

Wie alt kann das Rotkehlchen werden?

Das Rotkehlchen wir durchschnittlich 3 bis 6 Jahre alt.

 

Wie lebt das Rotkehlchen?

Schon zur ersten Morgendämmerung ist der Gesang des Rotkehlchens zu hören, es ist also ein wahrer Frühaufsteher.
Sein Nest baut das Rotkehlchen in bodennaher üppiger Vegetation oder auch in Mauerlöchern. Das Rotkehlchen brütet von April bis Juli. Manchmal auch zweimal in dieser Zeit. Ein Weibchen brütet in der 14 Tage langen Brutzeit meist 4 bis 7 Eier aus. Während dieser Zeit wird es von dem Männchen mit Nahrung versorgt.

Was frisst das Rotkehlchen?

Das Rotkehlchen ernährt sich vorrangig von Insekten. Es frisst zum Beispiel Käfer, Spinnen und Regenwürmer.

Besonderes

Das Rotkehlchen beginnt schon vor Sonnenaufgang zu singen und auch abends, wenn die anderen Singvögel bereits schlafen, trällert es noch lange.

 

Schutz

Das Rotkehlchen ist nicht vom Aussterben bedroht. Es gehört zu den häufigsten Brutvögeln in Deutschland.
Doch auch sein Lebensraum wird durch den Menschen stark verändert: Gehölze und Hecken, die der Landschaft Struktur geben, fallen der Landwirtschaft zum Opfer und Wälder werden zunehmend von Laub und totem Holz „gereinigt“. Sie sind aber die Lebensgrundlage des Rotkehlchens. Eine weniger intensive Landwirtschaft und naturnahe Wälder mit viel Gebüsch, das Deckung gibt, bieten dagegen ideale Lebensbedingungen für Rotkehlchen und zahlreiche andere Tiere!

Geschrieben von Tina Gulich