Scholle

Pleuronectes platessa

Die Scholle ist ein Plattfisch, der bis zu 50 cm lang wird, maximal jedoch 95 cm und 7 kg schwer. Beide Augen liegen auf der Körperoberseite; hinter den Augen befinden sich kleine Höcker. Auf der glatten bräunlichen Haut sind rote Flecken, die bei älteren Tieren weiß umrandet sind.

Wo lebt die Scholle?

Schollen leben auf sandigem Grund in der Nordsee und der nördlichen Ostsee, aber auch im Mittelmeer und im Schwarzen Meer sind sie zu finden.

Wie alt kann die Scholle werden?

Schollen werden bis zu 45 Jahre alt. Die älteste gefangene Scholle war 50 Jahre alt.

Wie lebt die Scholle?

Die meisten Schollen laichen in der westlichen Nordsee nahe England. Die Larven schwimmen dann ins Wattenmeer und sehen noch aus wie „normale“ kleine Fische mit einem Auge auf jeder Körperseite. Dann wächst der Schädel auf der einen Seite mehr als auf der anderen und das eine Auge „wandert“ zum anderen. Im Watt legen sich die Fische dann auf die Seite ohne Auge und wachsen als Plattfische heran. Die jungen Schollen wachsen im Wattenmeer auf.

Was frisst die Scholle?

Schollen fressen Muscheln, Krebse und Würmer.

Besonderes

Die Scholle ist der häufigste Plattfisch im Wattenmeer und kann leicht mit anderen Plattfischen wie Kiesche oder Flunder verwechselt werden. Sie wird auch Goldbutt genannt, da sie leicht in dieser Farbe schimmert.

Schutz

Viele junge Schollen landen als sogenannter „Beifang“ in den Netzen der Krabbenfischer und sterben dort. Beifang bedeutet, dass die Fischer eigentlich etwas anderes fischen wollten und die Schollen nur aus Versehen in den Netzten waren.

Geschrieben von Silke Ahlborn