Seestern

Asteroidea

Der Seestern gehört zur Tiergruppe der Stachelhäuter und kann in der Regel bis 30 cm, selten sogar bis 50 cm groß werden. Alle Stachelhäuter haben ein Kalkskelett, das ihren Körper schützt. Sie haben keinen Kopf und kein „vorn“ und „hinten“. Der Seestern ist mit Seeigeln und Seegurken verwandt. Seesterne haben einen flachen Körper und fünf Arme. Sie können orange, rotbraun oder violett sein. Der Mund sitzt in der Mitte der Unterseite. Auf der Unterseite der Arme sind mehrere Reihen von Saugfüßchen, an der Spitze der Arme sitzt jeweils ein einfaches Sehorgan.

Wo lebt der Seestern?

Seesterne kommen im Meer auf vielen verschiedenen Böden vor. Es gibt ungefähr 1600 verschiedene Arten von Seesternen. Sie leben meist im Salzwasser, aber es gibt auch Seesterne in der Ostsee, ungefähr bis zur dänischen Insel Bornholm. Gern leben sie auf Miesmuschelbänken, weil sie hier besonders nahe an ihrer Nahrung sind.

Wie alt kann der Seestern werden?

Wie alt Seesterne werden können, ist noch nicht erforscht. 50 cm große Riesen sind aber vermutlich mehrere Jahrzehnte alt.

Wie lebt der Seestern?

Bei den Seesternen gibt es Männchen und Weibchen, die man jedoch von außen nicht leicht unterscheiden kann. Zur Fortpflanzung werden Spermien und Eier ins Wasser abgegeben, daraus entwickeln sich Larven, die zunächst frei im Wasser schwimmen. Nach und nach entwickelt sich die Form mit den fünf Armen, das heißt ein fünfstrahliger Körperbau.
Feinde der Seesterne sind Möwen, Eiderenten, Krabben und Sonnensterne.

Was frisst der Seestern?

Seesterne sind Räuber und fressen Aas oder lebende Tiere. Sehr gern fressen sie Muscheln, die sie mit ihren Armen umschlingen. Dann versuchen sie (manchmal stundenlang), die beiden Muschelschalen mit ihren Saugfüßchen auseinanderzuziehen. Wenn es dem Seestern gelingt, stülpt er seinen Magen in das Innere der Muschel aus und verdaut ihren Inhalt.

Besonderes

Die Saugfüßchen an den Armen des Seesterns haben viele Funktionen: Er benutzt sie zum Festhalten, zur Fortbewegung, zur Nahrungsaufnahme und als Kiemen. Seesterne mögen es nicht, längere Zeit aus dem Wasser genommen zu werden. Dann können Luftbläschen in ihr Gefäßsystem gelangen und damit wird ihre Atmung gestört. Wenn du sie dir genauer ansehen willst, lass sie also bitte dabei im Wasser.

Schutz

Seesterne sind nicht bedroht. In manchen Ländern werden sie gegessen (z. B. in China oder Japan) oder ins Tierfutter gemischt. Aber vor allem in tropischen Ländern werden viele Tausend Seesterne gesammelt, lebendig getrocknet und dann als Souvenir oder Dekoration, z. B. in Wachskerzen benutzt. Diese werden dann bei uns in den Geschäften verkauft. Dafür müssen sehr viele dieser schönen Tiere sterben. Wenn du das nicht möchtest, dann kauf solche Andenken oder Dekorationen nicht.

Geschrieben von Silke Ahlborn