Strandkrabbe

Carcinus maenas

Die Strandkrabbe ist ein Krebs mit einem glatten, braungrau bis grünlichen Panzer, der bis zu 7cm breit wird. Jüngere Strandkrabben sind häufig gefleckt. Sie haben zwei Paar kleine Antennen, Stielaugen und zwei kräftige Scheren. Am Körper sitzen 5 Beinpaare zum Schreiten, davon ist das hintere Paar zugespitzt. Weibchen und Männchen kann man gut an der Form des Schwanzes erkennen, die die Strandkrabben unter den Hinterleib geklappt tragen. Weibchen haben einen breiteren Schwanz mit vielen Segmenten, bei den Männchen ist er schmaler mit weniger Segmenten.

Wo lebt die Strandkrabbe?

Die Strandkrabbe lebt in der Nordsee und in der Ostsee, dort aber nur westlich der Insel Bornholm. Meist ist sie zwischen Steinen, Algen und Seegras zu finden.

Wie alt kann die Strandkrabbe werden?

Strandkrabben werden meistens 3-5 Jahre alt. Je älter sie sind, desto grünlicher werden sie.

Wie lebt die Strandkrabbe?

Strandkrabben sind wie viele andere Krebse nachtaktiv. Geschlechtsreife Tiere häuten sich einmal jährlich, Jungtiere häufiger. Die Paarung kann nur stattfinden, wenn das Weibchen frisch gehäutet ist. Deswegen trägt ein Männchen ein Weibchen einige Zeit herum und wartet darauf, dass es sich häutet. Nach der Eiablage trägt das Weibchen das Eipaket mehrere Monate unter ihrem (einklappbaren) Schwanz umher.

Strandkrabben sind immer zum Kampf bereit, denn im flachen Wasser können sie jederzeit von einem Vogel angegriffen werden. Daher ziehen sie sich bei Ebbe in die Priele zurück oder graben sich im Boden ein. Strandkrabben können auch Menschen empfindlich zwicken.

Was frisst die Strandkrabbe?

Strandkrabben sind Allesfresser. Sie sind Räuber und knacken mit ihren Scheren Muscheln und Schnecken, fressen aber auch Würmer und Aas, d. h. tote Tiere.

Besonderes

Strandkrabben können sich gut wehren, daher muss man aufpassen, wenn man sie bei einer Wattwanderung hochheben möchte. Sie können mit ihren Scheren ordentlich in den Finger kneifen!

Schutz

Strandkrabben gibt es häufig und sie sind daher nicht bedroht. Sie werden von vielen Tieren gefressen, z. B. von Fischen, Vögeln und Robben.

Geschrieben von Silke Ahlborn