Seeadler

Haliaeetus albicilla

Das Gefieder von Seeadlern ist braun. Am Kopf und Hals hellt sich die Farbe weiß-bräunlich auf. Schnabel und Kralle sind gelb. Ein wichtiges Merkmal ist die Größe des Seeadlers. Er ist einer der größten Greifvogel Deutschlands. Weibchen sind größer als die Männchen. Im Flug haben sie eine Flügelspannweite zwischen 1,90 m und 2,44 m. Das ist sogar breiter als eine Tür hoch! Gut zu erkennen ist er an seinen breiten, brettförmigen Schwingen.

Wo lebt der Seeadler?

Seeadler kommen in Gebieten mit Wassernähe vor, also an Küsten, großen Seen und Flüssen. Sie kommen in Skandinavien, Russland und den osteuropäischen Staaten vor. In Deutschland leben sie von der Elbe bis an die polnische Grenze an allen größeren Gewässern.

Wie alt kann der Seeadler werden?

Seeadler können bis zu 30 Jahre alt werden. Fast alle Jungtiere überleben die ersten zwei Jahre ihres Lebens.

Wie lebt der Seeadler?

In Deutschland sind Seeadler Standvögel, das bedeutet, dass sie das ganze Jahr in ihrem Revier bleiben. Dieses verteidigen sie, wenn nötig in Revierkämpfen, gegen andere Seeadler. Nur junge Adler dulden sie in ihrem Revier. Sie brüten in einem Horst aus Ästen. Die Mulde ist bequem mit Moos und Gras ausgestattet. Das Weibchen legt zwischen Februar und März ein bis drei weiße Eier.

Was frisst der Seeadler?

Seeadler ernähren sich hauptsächlich von Fisch. Vor allem während der Brutzeit fangen sie gerne von einer Sitzwarte, einem erhöhten Punkt mit gutem Blick auf das Wasser, die Fische. Am liebsten sammeln sie tote Fische mit ihren Krallen von der Oberfläche ab. Allerdings jagen sie auch Wasservögel und Gänse. Ein großer Teil ihrer Nahrung besteht aus Aas, vor allem im Winter sind sie darauf angewiesen, wenn viele Gewässer zugefroren sind.

Besonderes

Ein Seeadlerhorst kann ganz schön schwer werden. Bis zu 600 kg kann ein Konstrukt wiegen. Das entspricht ungefähr dem Gewicht eines Pferdes!

Spektakulär sind Beutefänge in der Luft. Ganz selten erjagen die Adler auf diese Weise Gänse oder Graureiher! Dabei können sie bis zu 60 km/h schnell werden. Dann können sie auch die wendigeren Kolkraben abhängen. Diese fliegen nämlich gerne Scheinangriffe auf die Adler, weil sie sich von ihnen bedroht fühlen und sie vertreiben wollen.

Schutz

Der Bestand der Seeadler gilt mittlerweile als nicht mehr gefährdet. Gefahren für Seeadler stellen allerdings die Verwendung von Blei in Schrot dar, da sie häufig Tiere fressen, die damit angeschossen worden sind. Die Adler bekommen dann eine Bleivergiftung und sterben. Außerdem sterben viele an Unfällen mit Zügen, Autos, Strommasten, usw.

Bis vor einigen Jahren kam DDT zum Einsatz, ein Gift, dass Äcker vor Insekten schützen sollte. Dass es auch anderen Tieren wie dem Seeadler schadet, hat man erst später herausgefunden. Die Eierschalen der Adler waren wegen des Gifts zu dünn und zerbrachen immer wieder, sodass sie keinen Nachwuchs bekommen konnten.

Geschrieben von Lea Zwilling