Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald liegt in den Hochlagen des Hunsrücks, auf dem Gebiet der beiden Bundesländer Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Urige Wälder und eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt prägen das Bild. Beeindruckende jahrtausendealte keltische Ringwälle liegen tief in den Wäldern verborgen und sind bis heute erhalten.

Warum gibt es den Nationalpark Hunsrück-Hochwald?

Zum Schutz der Pflanzen und Tiere wurde festgelegt, dass bis 2020 fünf Prozent der Waldflächen in Deutschland nicht mehr genutzt werden sollen. Daraufhin beschloss Rheinland-Pfalz, einen Nationalpark zu gründen, in dem sich die Wildnis frei entwickeln kann. Fünf waldreiche Regionen wurden im gesamten Bundesland ausfindig gemacht, die für einen Nationalpark geeignet wären. Die Menschen im Hunsrück-Hochwald haben sich mit großer Mehrheit für einen Nationalpark in ihrer Region ausgesprochen. Da sich das Gebiet an der Grenze zum Saarland befindet, wurde die Idee dort aufgegriffen und ein grenzüberschreitender Nationalpark gegründet.

Hier findest du mehr Informationen:

www.nationalpark-hunsrueck-hochwald.de

SchutzgebietskategorieNationalpark
Größe:  10.000 Hektar
Bundesland: Rheinland-Pfalz und Saarland
Das Schutzgebiet gibt es seit: 2015

Motto des Schutzgebiets: Natürlich, mit Geschichte!

Welche Besonderheiten gibt es im Nationalpark Hunsrück-Hochwald?

Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald wurde 2015 gegründet. Auf einer  Fläche von 10.000 ha erstrecken sich urige Buchen- und Nadelwälder, Moore und Rosselhalden. Wanderer finden hier ein Refugium der Erholung und Naturschützer ein wichtiges Großschutzgebiet, in dem Natur wieder Natur sein darf. Ein Mittelgebirge mit schier endlosen Waldarealen kennzeichnet die Landschaft und grenzt sie von den umliegenden, bekannten Weinanbaugebieten, der Mosel, dem Rhein, der Nahe und der Saar ab. Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald ist ein Entwicklungsnationalpark. Schritt für Schritt überlässt man hier der Natur die Regie. Seltene und störungsempfindliche Tier- und Pflanzenarten finden beste Lebensbedingungen. Neben Schwarzstorch und Schwarzspecht gibt es im Nationalpark Hunsrück-Hochwald eine hohe Anzahl an Wildkatzen. Der Hunsrück ist eins der deutschlandweiten Hauptverbreitungsgebiete dieser bedrohten Wildtierart. Dank seiner Abgeschiedenheit kann der Nationalpark aber auch wie kaum eine andere Landschaft die Geschichte der Menschen aus längst vergangenen Zeiten preisgeben. Die historischen Zeugnisse, wie beispielsweise der beeindruckende Ringwall von Otzenhausen, liegen oft tief in den Wäldern verborgen und sind so bis heute erhalten. Daher hat der Nationalpark Hunsrück-Hochwald neben seinem Wappentier der Wildkatze auch den Slogan: „Natürlich, mit Geschichte!“

Welche typischen Tiere und Pflanzen gibt es im Nationalpark Hunsrück-Hochwald?

Typische Tiere:

Typische Pflanzen:

Was bietet der Nationalpark Hunsrück-Hochwald für Kinder und Jugendliche?

Für Kindergärten und Schulklassen von der Grundschule bis zur gymnasialen Oberstufe bietet der Nationalpark kostenlose Bildungsprogramme zu verschiedenen Themen wie z.B. Wildnis, der Wildkatze, Nationalparkforschung, die Arbeit der Ranger und die Geschichte der Kelten und Römer.

Naturbegeisterte Kinder und Jugendliche, die gerne draußen unterwegs sind, können Junior-Ranger werden. Es gibt zwei Gruppen, die jüngeren (8 – 11 Jährige), die sich zweimal im Monat Freitags für drei Stunden treffen und die älteren (11 – 14 Jährige), die sich einmal im Monat ganztags an einem Samstag zusammenfinden. Gemeinsam lernen sie die Natur kennen und wie man sich in ihr verhält. Sie begleiten die Ranger bei der Arbeit, beteiligen sich bei Forschungsprojekten und werden selber Botschafter der Natur indem sie Führungen begleiten.

Unterschiedliche Rangertouren führen Besucher durch den Nationalpark und zeigen ihnen auf schmalen Wegen die Besonderheiten des Nationalparks. Insbesondere die „Junior-Wildkatzen-Tour“, die jeweils Sonntags an der Wildenburg startet, wird speziell für Kinder angeboten. Anhand von Spielen und Aktionen erfahren die Kinder spannendes über die Wildkatze und ihren Lebensraum.

In den drei Nationalparktoren informieren verschiedene Ausstellungen über den Nationalpark. Ab Dezember 2018 wird das Nationalparktor Hunsrückhaus am Erbeskopf eröffnet und bietet einen Ausgangspunkt für Exkursionen in den Nationalpark.

Wie kannst du Junior Ranger im Nationalpark Hunsrück-Hochwald werden?

Bei Interesse am Junior Ranger Programm im Nationalpark Hunsrück-Hochwald bitte eine E-Mail an folgende Adresse senden: juniorranger@nlphh.de.

Welche Angebote gibt es für Junior Ranger im Nationalpark Hunsrück-Hochwald?

Bei den regelmäßig stattfindenden Gruppenstunden lernen die Junior Ranger mit viel Spaß den Nationalpark Hunsrück-Hochwald mit seiner Tier- und Pflanzenwelt intensiv kennen. Auf dem Programm stehen spannende Wanderungen, Exkursionen, Geländeübungen, Lagerfeuer, Artenkunde und Naturschutz. Um die Natur aus einem anderen Blickwinkel intensiv zu erfahren gibt es auch ein Wildniscamp mit einer Übernachtung im Nationalpark. Außerdem fährt die Gruppe auf das jährlich bundesweite Junior Ranger Treffen.

Wer kann deine Fragen beantworten?

Nationalparkamt Hunsrück-Hochwald
Brückener Str. 24
55765 Birkenfeld

Ansprechpartnerin: Verena Sauerbrei
E-Mail: juniorranger(@)nlphh.de
Telefon: 06782 – 8780 – 0
Telefax: 06782 – 8780 – 999